Das Johann-Beckmann-Gymnasium in Hoya/Weser (Niedersachsen) trägt den Titel "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" und unternimmt deshalb auch immer wieder Aktionen um dies zu unterstreichen.
Unsere Projekte:
 | | Am Freitag den 27.03.2009 heißt es am Johann-Beckmann-Gymnasium erneut "Rocken gegen Rechts".
Ab 19:15 Uhr (Einlass ab 18:45 Uhr) werden dann die folgenden fünf Bands für Stimmung sorgen:
4-Cycle Engine,
Modern Minority,
Mister Awens,
Absence of Malice und
Fat Belly.
Eintritt: 3 €, Schülerfreundliche Getränkepreise.;
Ein weiteres Highlight werden stellen Ausstellungen zum Thema Antirassismus sowie der Sampler des Abends darstellen.
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Besichtigung der Pulverfabrik Liebenau am 07.02.08
Pulverfabrik Liebenau 1938 bis 1945
Im Sommer 1939 begann die Firma Wolff & Co. aus Walsrode mit dem Bau einer Pulverfabrik in der unmittelbaren Umgebung der Ortschaften Liebenau und Steyerberg (Kreis Nienburg/Weser).
In einem ausgedehnten Waldgebiet übernahmen der Reichsarbeitsdienst und über 70 Vertragsfirmen - mit den Häftlingen des sog. „Arbeitserziehungslagers“ Liebenau - die Planierungsarbeiten, den Straßen-, Hoch- und Tiefbau sowie die Installationsarbeiten.
Auf einer Gesamtfläche von ca. 12 qkm errichteten sie insgesamt knapp 400 Gebäude. Die einzelnen Bauten lagen aus Sicherheitsgründen weit auseinander. Die flachen Betondächer waren zur Tarnung mit einer Erdschicht bedeckt und bepflanzt.
Zum Betrieb der Anlage wurden 200 Kilometer Kabelleitungen für Licht und Strom, 84 Kilometer Betonstraßen und 42 Kilometer Eisenbahnschienen angelegt. Ab 1941 produzierte die von Wolff & Co. gegründete Tochterfirma „Eibia“ im Auftrag des
Oberkommandos des Heeres (OKH) verschiedene Pulvergrundstoffe, Pulver und Raketentreibsätze. Hergestellt wurden Röhren-, Blättchen- und Ringpulver. Bis in das Jahr 1945 belief sich die Gesamtproduktion in Liebenau auf weit über 40.000 Tonnen Pulver.
Zu dieser Arbeit wurden neben vergleichsweise wenigen deutschen Arbeitskräften vor allem sowjetische Kriegsgefangene sowie Fremd- und Zwangsarbeiter/innen aus den verschiedensten Nationen herangezogen, wobei die heute noch vorhandenen Meldekarteien in
Liebenau und Steyerberg mehr als 11.000 Namen ausweisen. Die Häftlinge des „Arbeitserziehungslagers“ Liebenau, die sowjetischen Kriegsgefangenen und die osteuropäischen Zwangsarbeiter/innen waren besonders miserablen Lebensumständen ausgesetzt.
Über 2.000 dieser Frauen und Männer starben an Mangelerkrankungen, Hunger und Schlägen, aber auch durch Erschießungen und Hinrichtungen durch den Strang.
(Text & Bilder aus: http://www.martinguse.de/pulverfabrik)

Produktionsgebäude und Betonstraße (geschwungener Verlauf damit bei einem Explosionsunfall der Druck gemindert wird) der Pulverfabrik.
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